Türkei schießt russischen
Kampfjet SU 24 ab
Ernster Zwischenfall an der türkisch-syrischen Grenze:
Türkische Abfangjäger schießen ein russisches Flugzeug ab. Nach Angaben aus
Moskau hatte es nicht den Luftraum zur Türkei verletzt. Ankara will die Nato
und die UN einschalten.
Die Türkei erklärte dagegen, der Jet sei in den türkischen
Luftraum eingedrungen. Weil das Flugzeug den türkischen Luftraum trotz
Warnungen verletzt habe, sei die Maschine "den Einsatzregeln
entsprechend" abgeschossen worden, hieß es aus dem Umfeld der türkischen
Regierung.
Das Kampfflugzeug sei vor dem Abschuss dreimal gewarnt
worden, bestätigte ein türkischer Militärsprecher. Seinen Angaben zufolge
fingen zwei türkische Jagdflugzeuge vom Typ F-16 die Maschine ab. Der
Fernsehsender Haberturk zeigte Bilder des
abstürzenden Kampfjets.
Bei der fraglichen Maschine handelt es sich um einen
zweisitzigen Schwenkflügel-Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-24 mit dem
Nato-Codename "Fencer". Das Flugzeug ist gut 24 Meter lang. Die
Spannweite beträgt maximal knapp 18 Meter. Ausgelegt ist der robuste Kampfjet
auf frontnahe Einsätze. Die Maschine kann auch auf Behelfsflugplätzen starten
und landen.
Gefährliche Einsätze über
Syrien
Die beiden Piloten der Su-24 konnten sich Augenzeugen
zufolge per Schleudersitz aus der brennenden Maschine retten. In den sozialen
Medien kursierten Bilder von zwei Fallschirmen, die offenbar über syrischem
Territorium niedergingen. Von türkischer Seite seien Rettungshubschrauber
aufgestiegen, um die Besatzung des abgeschossenen Fliegers zu bergen. Am Boden
rund um den Absturzort seien jedoch heftige Kämpfe ausgebrochen, hieß es. Das
Schicksal der beiden Piloten ist unklar.
Quelle: n-tv