Ya Ali

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Mittwoch, 9. Dezember 2015

Neue Intrigen und die Suche nach neue Verbündete im Nahen Osten…………..

Frankreich und Israel starten einen neuen Krieg in Irak und Syrien
von Thierry Meyssan

Mit der einen Hand mobilisiert die französische Regierung alle ihre Medien, um ihre Bevölkerung auf die Anschläge vom 13. November zu konzentrieren. Mit der anderen startet sie mit Israel einen neuen Krieg im Irak und in Syrien.
Bildergebnis für bilder netanjahu und hollandIhr Ziel ist nicht mehr das säkulare syrische Regime zu stürzen, oder seine Armee zu zerstören, sondern jetzt einen Kolonialstaat, der von den Kurden verwaltet wird, beiderseits der Grenze zwischen Irak und Syrien zu schaffen, um die arabischen Staaten in die Zange zu nehmen. Der Traum einer israelischen Macht vom Nil bis zum Euphrat ist wieder da.

Auf dem G20-Gipfel erreichen Moskau und Washington, dass die Finanzierung von Daesch gestoppt wird.

Der G20 Gipfel in Antalya (Türkei) hat sich sicher mit Wirtschaft beschäftigt, aber vor allem mit der Situation im Nahen Osten. Zahlreiche bilaterale Verhandlungen fanden während des Gipfels statt und wir ignorieren die Details, die in privaten Besprechungen besprochen und beschlossenen wurden.

Jedoch verurteilte der russische Präsident Vladimir Putin, ohne die an der Konferenz teilnehmenden Staaten die Daesh sponsern, zu nennen. Er zeigte seinen Kollegen Satelliten Fotografien von Tanker-LKW Konvois, die durch die Türkei fahren, um das von der Terrororganisation in Irak und Syrien gestohlene Öl zu verkaufen [1]. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der für seine Verstöße gegen die Resolutionen des Sicherheitsrats für die Finanzierung von Daesh öffentlich in Frage gestellt wurde, hat den Schlag schlecht verdaut. Laut der türkischen Sozialistischen Partei leitet Bilal Erdogan (der Sohn des Präsidenten) persönlich diese Schieberei [2].

Die Präsidenten Putin und Obama erzielten eine Einigung, um die Tank-LKWs der Familie Erdoğan zu zerstören und dem Öl-Schmuggel so ein Ende zu setzen. Am selben Tag bombardierte das US-Central Command zum ersten Mal seit anderthalb Jahren Tankwagen im Irak, während die russische Armee in Syrien eine sehr große Anzahl zerstörte [3].
Bildergebnis für putin vs obama bilderRussland und die Vereinigten Staaten haben Frankreich gezwungen, sich an diesem Betrieb zu beteiligen. Unter dem Vorwand, auf die Angriffe von Paris zu reagieren, kündigte Präsident Holland ohne zu erröten an, er gäbe seinem Heer die Order, Daesh-Ziele in Syrien zu bombardieren, während Präsident Putin die russischen Armeen öffentlich anwies, sich mit Frankreich abzusprechen und es "wie einen" Verbündeten zu behandeln [4]. Der französische Präsident wird bald seine Amtskollegen der USA und Russlands treffen.

Es scheint, dass wirksame Maßnahmen getroffen wären, um die 24 Banken zu isolieren, die Daesh vom Irak aus verwendet, um Geld zu überweisen; Bestimmungen, die der US-Unterstaatssekretär David S. Cohen monatelang vergebens versuchte, zu verhängen [5].
Frankreich und die "liberalen Falken" organisieren einen neuen Krieg
Nachdem die Staatengruppe, die multinationalen Unternehmen und US-Persönlichkeiten, die den Krieg organisieren, zur Kenntnis genommen hatten, dass sie Daesh von Syrien abziehen müssten, haben sie beschlossen, einen dritten Krieg zu starten.
Bildergebnis für bilder netanjahu und barzani- Der "arabische Frühling" (Februar 2011 bis Januar 2013) war vom US-Außenministerium gestartet worden. Es ging darum, säkulare arabische Regime zu stürzen, ob sie nun Verbündete oder Feinde der Vereinigten Staaten waren, und sie durch Diktaturen der Muslimbruderschaft zu ersetzen. Nach dem Sturz der tunesischen und ägyptischen Präsidenten während der ‚Jasmin und Lotus Revolutionen’, wurde Libyen und Syrien (gemäß dem Vertrag von Lancaster House vom November 2010) der Krieg erklärt, aber die Kolonialmächte waren nicht imstande, Algerien (Geiselnahme von In Amenas) anzugreifen.
- Der zweite Krieg in Syrien (Juli 2012 bis Oktober 2015) wurde von Frankreich, den "liberalen US-Falken" (Hillary Clinton, Jeffrey Feltman, David Petraeus, usw.) und von Israel begonnen, und durch eine Gruppe von Staaten (Türkei, Katar, Saudi Arabien, usw.) und den Multinationalen Unternehmen (Exxon-Mobil, KKR, Academi, usw.) finanziert. Es ging nicht mehr sosehr, um das Regime zu ändern, als das Land „auszubluten“ und seine Armee (mehr als 100 000 syrische Soldaten sind im Kampf gegen den Terrorismus bereits gestorben) zu zerstören. Der Krieg endete mit der militärischen Intervention Russlands.
- Der dritte Syrien-Krieg (seit 20. November 2015) wird von einigen Mitgliedern der gleichen Gruppe eingefädelt, diesmal um einen neuen Staat im Norden von Syrien und dem Irak zu erstellen, und um die arabischen Staaten, die Israel widerstehen, in die Zange zu nehmen [6]. Die Organisatoren des Krieges haben erkannt, dass sie nicht mehr gegen Syrien handeln werden können und haben sich geeinigt, das Programm wieder aufzunehmen und weiterzuführen, das schon zur Schaffung vom Süd Sudan, im Jahr 2012 geführt hat. Dieses Projekt entspricht dem Plan von Alain Juppé (März 2011) und dem von Robin Wright (September 2013), Plan der vorsah, nach der Unterstützung von Daesh zu einem Sunnistan, dass ein Kurdistan erstellt werden sollte. [7].
Es geht nicht mehr um einen angeblichen ideologischen Krieg (arabischer Frühling), noch um einen angeblichen religiösen (zweiter Krieg von Syrien), sondern um einen angeblichen ethnischen Krieg.

Verdeckte Operationen auf dem Boden
Dazu gelang es ihnen die syrische kurdische marxistisch-leninistische Partei YPG (jetzt die ’demokratischen Kräfte von Syrien’ genannt) umzudrehen und sie mit dem Clan Barzani im Irak zu verbünden. Die beiden Gruppen sind wohl beide Kurden, aber sprechen nicht die gleiche Sprache, sie töteten sich gegenseitig während des Kalten Krieges und folgen diametral entgegengesetzten Ideologien [8].

Erinnern wir uns im Vorbeigehen, dass die kurdische regionale Regierung im Irak jetzt eine Diktatur ist. Ihr Präsident Massoud Barzani, ein Agent des Mossad, der vom Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten installiert wurde, klammert sich seit dem Ende des Mandats im Juni 2013 an die Macht [9].
Bildergebnis für bilder netanjahu und barzani
Sie haben die "Demokratischen Kräfte" (sic) aufgestachelt, die nicht-kurdische Bevölkerung im Norden von Syrien zu „kurdisieren“ (Oktober 2015), was die Erhebung der Araber und der assyrischen Christen und den Zorn von Damaskus, aber keine internationale Reaktion verursachte [10]. Es gab auch keine während der kurdischen Annexion der Ölfelder von Kirkuk von Seiten der regionalen Regierung des Irak (Sommer 2014), da die internationale öffentliche Meinung nur Augen für die von Daesh praktizierte ethnische Säuberung hatte. Damals haben nicht nur die Großmächte den Eroberungskrieg der kurdischen regionalen Regierung des Irak nicht verurteilt, sondern hatten ihr vorgeschlagen, Waffen direkt zur Verfügung zu stellen, ohne über die Zentralregierung von Bagdad zu gehen, angeblich zur Bekämpfung von Daesh.
Die Parteien des Konflikts werden natürlich nicht zugeben, einen Krieg zu machen, um einen israelischen kolonialen Staat zu schaffen und widerspenstige arabische Staaten in die Zange zu nehmen, sondern sobald es nötig sein wird, werden sie erklären, für ein unabhängiges Kurdistan zu kämpfen; eine groteske Lage, weil das betroffene Gebiet nie zum historischen Kurdistan gehörte und die Kurden dort weitgehend Minderheit (weniger als 30 % der Bevölkerung) sind.
Bildergebnis für bilder netanjahu und barzaniAm 5. November kündigte Frankreich die Entsendung des Flugzeugträger Charles De Gaulle dorthin an, angeblich zur Bekämpfung von Daesh, in Wirklichkeit aber, um sich für den 3. Krieg Syriens zu positionieren [11]. Am 18. November verließ das Schiff Toulon, seinem Heimathafen.

Von 13. bis zum 15. November vertrieb die regionale Regierung des Kurdistan von Irak, unterstützt durch die "demokratischen Kräfte von Syrien’, Daesh vom Berg Sindschar (Irak). In Wirklichkeit hatten sich die Daesh Soldaten zurückgezogen und nur 300 Mann gegen eine Koalition von mehreren zehntausend Soldaten zurückgelassen. Das befreite Gebiet wurde nicht an die irakische Regierung zurückgegeben, sondern von der kurdischen regionalen Regierung von Irak annektiert.

Obwohl die Türkei so tut, als unterstütze sie nicht diese Operation, hat sie sie doch während des Geheimvertrages Juppé-Davutoğlu 2011 genehmigt. Wenn das Pseudo-Kurdistan erstellt würde, wäre es sicher, dass die Türkei die PKK-Kämpfer dorthin treiben würde.

Die Resolution 2249 erlaubt de-facto den neuen Krieg
Am 20. November versuchte Russland noch einmal den Entwurf einer Resolution durchzubringen, den es für die Sitzung vom 30. September vorbereitet hatte und den es zurückziehen musste [12]. Es änderte höchstens seinen Text mit Verweisen auf die Attentate im Sinai, in Beirut und in Paris, sowie die Bezugnahme auf Artikel 51 der Charta (Recht auf Selbstverteidigung). Ein zweites Mal sollte Russland seinen Text aufgeben und einen französischen Vorschlag durchgehenlassen, der jegliche militärische Intervention gegen Daesh in Syrien und im Irak legalisiert, die der Rat auch einstimmig gebilligt hat (Resolution 2249) [13]. Obwohl sie in vielerlei Hinsicht interpretiert werden kann, tritt diese Resolution de facto die nationale Souveränität von Syrien und Irak mit Füssen. Sie erlaubt den Großmächten dort einzugreifen, solange sie so tun, als kämpften sie gegen Daesh [14]. Es handelt sich natürlich darum, den Norden von Syrien von Daesh zu befreien, nicht um ihn an Syrien zurückzuerstatten, sondern um einen unabhängigen Staat unter kurdischer Verwaltung dort zu verkünden.
Russland hat sich nicht gegen die Resolution gestellt und hat für sie gestimmt. Anscheinend will es im Moment den französischen Plan nutzen, um Daesh aus Syrien zu verjagen, ohne aber das Prinzip eines Pseudo-Kurdistans zu akzeptieren. Die Schaffung eines solchen Staates besitzt aber keinerlei Legitimität im internationalen Recht (die Kurden in Syrien werden nicht unterdrückt, sondern genießen die gleichen Rechte wie die anderen Bürger). Sie öffnet erneut die Frage der Rechte von Minderheiten, die bereits durch die Schaffung des Kosovo durch die NATO aufgetreten ist. Sie würde de facto jeder ethnischen Gruppe erlauben, unabhängig von ihrer politischen Situation, einen unabhängigen Staat verlangen zu können, was also die Auflösung der meisten Staaten der Welt bedeuten würde – auch von Frankreich - und den Triumph der "Globalisierung".
Quelle: Voiltairenet.org


Wer den Krieg und Terror beenden will, sollte er erst aufhören den östlichen Mittelmeer als Kriegaustragungsort zu bevorzugen.

Noch mehr Bomben auf Syrien, mehr Flüchtlinge und mehr Zerstörung des Landes.......
Der Himmel von Syrien wimmelt von Kampfjets US- Koalition.......

Der östliche Mittelmeer und Nahen Osten soll und darf nicht der bevorzugte  Kriegs-austragungsort für die Weltmächte und ihren Verbündeten sein. Wenn sie ihren Waffen 
austesten wollen und ein Kriegspiel führen wollen, gibt’s im Atlantischen Ozean und vor ihrem Kontinente reichlich Platz sich auszutoben. Wir wollen und wünschen uns als Bewohner des östlichen Mittelmeer einen Kriegsfreien Region von den Kriegsmächten.

Nach dem Motto der bösen Absicht der zionistischen Gedankenunterstützer muss aufhören. „Wir stärken Einen und schwächen den Anderen.“

Der Kriegsaustragung- und Schauplatz Syrien -  Irak der Kriegsmächte:
Bildergebnis für Bilder zerstörte SyrienSeit über einem Jahr und vor allem seit den Anschlägen in Paris wollen immer mehr Staaten  Syrien bombardieren. Frankreich, Großbritannien, die USA sowieso; und auch Deutschland möchte nun seinen Teil dazu beitragen.
Der britische Verteidigungsminister Michael Fallon spricht von einer „unmittelbaren Gefahr“, die durch Bomben auf Syrien abgewendet werden müsste – dabei lässt sich eine „unmittelbare Gefahr“ in Großbritannien – ob imaginär oder real -  sicher nicht durch Bomben auf Syrien abwenden.

Die USA bombardieren Syrien schon seit langem  - ohne das vorgebliche Ziel IS zu schwächen wirklich erreichen zu wollen.
Die Außenpolitik Russlands (und Chinas) war von Anfang an darauf gerichtet, Verhandlungen zwischen der politischen Opposition und der Regierung zu fördern und den Bestand Syriens zu sichern. Es ist also ganz folgerichtig, dass die russische Luftwaffe die syrische Armee in ihrem Kampf gegen IS unterstützt. Sie hat damit auch der „internationalen Gemeinschaft“ und der syrischen politischen Opposition deutlich gemacht, dass Syrien nicht militärisch besiegt werden wird. Und erst diese Klarstellung hat die Absichtserklärungen der Konferenzen von Wien möglich gemacht.
Bildergebnis für bilder flüchtlingskinder 
Die NATO und Deutschland dagegen haben in der Vergangenheit mit Waffenlieferungen und Unterstützung jeder Art für die Islamisten und mit dem Versuch, die syrische Regierung zu schwächen ihren Teil dazu beigetragen, IS aufzubauen. Jetzt wollen deutsche Regierung und Parlament auch in den Krieg einsteigen. Dies ist genauso völkerrechtswidrig, wie der Krieg der anderen Staaten, die ohne Einwilligung der syrischen Regierung Bomben auf Syrien abwerfen. Und schlimmer: Bei ihrem geplanten Anti-Terror-Einsatz in Syrien hat die Bundesregierung eine Kooperation mit „Truppen unter dem Kommando des syrischen ‚Machthabers‘ Baschar al-Assad“ ausgeschlossen.  Es ist ein erneuter Versuch, die syrische Regierung zu schwächen, Syrien für „vogelfrei“ zu erklären – und fördert damit gerade den Terrorismus. IS soll nicht zerstört werden, sondern „aufgehalten“. IS soll weiterhin dazu dienen, die syrische Regierung zu schwächen. Und wo der IS das wegen der russischen Luftangriffe nicht mehr kann, hilft die NATO: offenbar wurden in Deir Ezzor syrische Truppen von der US Luftwaffe bombardiert. Der Bilanz drei syrische Soldaten Tot und 14 weitere Soldaten wurden schwer verletzt.

Allein die russische Militärpräsenz in Syrien ist von der dortigen Regierung gebilligt und bringt neben der Stärkung der syrischen Regierung, der Stabilisierung Syriens und den genannten politischen Erfolgen – und gerade deshalb - auch militärische Erfolge und wahre Bekämpfung der Terrorgruppen zu Folge hat..

Die Linke - hoffnungslos
Die terroristischen Organisationen, die in Folge des Irakkrieges und der Zerstörung Libyens und des Krieges gegen Syrien entstanden sind, zerstören heute Irak, Libyen und Syrien und bedrohen unmittelbar den Libanon.
Bomben und Krieg können letztlich keine Lösung bieten. Sie dienen allenfalls dazu, Zeit zu gewinnen. Für Entwicklungsperspektiven, wirtschaftliche Entwicklung, Förderung von Akzeptanz und Versöhnung – all das ist nötig und kann nur durch die Aufhebung der Sanktionen gegenüber Syrien, durch die Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung erreicht werden. In diesem Sinne ist die politische Unterstützung Russlands für die syrische Regierung und die Stärkung des syrischen Staates sogar wichtiger, als die russischen Bomben.

Öl und ISIS
Durch die Angriffe Russlands auf die Öltransporte aus Syrien in die Türkei, durch die Bilder, die Tausende von Öltransportern auf dem Weg in die Türkei zeigen und die Vorwürfe Russlands gegen Erdogan ist das Thema Ölschmuggel virulent geworden.  Dabei ist es überhaupt nichts Neues – lange Zeit fand der Ölschmuggel mit den höchsten Weihen der EU statt, wie ein Abgeordneter der Grünen gezeigt hatte. Tausende von Öltransportern können nicht ohne Zustimmung der türkischen Regierung die Grenze passieren – das ist offensichtlich. 
Bildergebnis für Bilder Öl-Tanks von ISISDass die Regierung jede Verantwortlichkeit ablehnt – kommt nicht unerwartet; dasselbe hat sie bereits vor einem Jahr getan, wie die Deutschen Wirtschafts Nachrichten im September 2014 berichtet hatten: “Die Botschafterin der EU im Irak, Jana Hybaskova, berichtete bei einem Treffen des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments, dass mehrere EU-Mitgliedstaaten Öl von der IS gekauft haben. Diese sei über die türkischen, irakischen und iranischen Grenzen transportiert worden. Die Türkei widerspricht dieser Behauptung.“
Im Gegenzug zum Öl aus Syrien liefert die Türkei Waffen an die Islamisten. Journalisten, die darüber berichten, wurden verhaftet und werden mit langen Haftstrafen bedroht „Dem Chefredakteur der oppositionellen Zeitung "Cumhuriyet", Can Dündar, und seinem Büroleiter in Ankara, Erdem Gül, werden Spionage, die Verbreitung von Staatsgeheimnissen sowie die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt…“ berichtet die Welt. Und auch die Militärs, die den Waffenschmuggel aufdeckten, werden verhaftet

Splitter
Gefährliches Spiel: die USA und ihre Verbündeten spielen ein gefährliches Spiel, wenn sie IS benutzen, um den syrischen Präsidenten Assad zu schwächen und gleichzeitig vermeiden wollen, dass IS die Macht im Land übernimmt – erklärt der russische Außenmister Lawrow
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Verschlossenes Land: Schon vor Jahren wurde die Übertragung des syrischen Fernsehens per Satellit vom ägyptischen Unternehmen Nilesat abgestellt. Ein russischer Satellit ist eingesprungen.  Nun hat das libanesische Unternehmen ArabSat, das von Saudi-Arabien kontrolliert wird,  auch die Ausstrahlung des Senders al-Mayadeen eingestellt.
Al-Mayadeen ist ein Sender, der als "panarabischer" Sender versucht, den Widerstand gegen die israelische Besatzungspolitik zu unterstützen und der auch Syrien und Jemen im Krieg unterstützt. Insofern passt dieser Vorgang gut als aktuelles Beispiel zu den Festtagsreden wie sie in Wien verbreitet wurden.
Al-Mayadeen sendet vorwiegend arabisch.
Und ganz aktuell: Auch die Ausstrahlung des Senders al-Manar – der der Hisbollah nahe steht und dessen Ausstrahlung in Deutschland schon lange verboten ist – ist mittlerweile unterbunden. Das saudische Königshaus möchte jede kritische Berichterstattung über seinen Krieg gegen den Jemen unterbinden.

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Gutes Geschäft: „Air-Force-Chef Mark Welsh fordert, die Waffenproduktion rasch anzukurbeln und die Finanzierung des Anti-Terror-Kampfs in Syrien und im Irak aufzustocken… Für die Produktion sogenannter "Hellfire"-Raketen habe man bereits neue Mittel beantragt. Die Regierung müsse jetzt nicht nur die Finanzierung des aktuellen Kriegs sichern, sondern auch Mittel für ‚die Herausforderungen von morgen‘ bereitstellen.“

Neue Verbündete und die Destabilisierung der Nahen Osten
Zu den Kräften, die den Sturz des syrischen Präsidenten fordern gehören nicht zuletzt Saudi-Arabien und die Türkei. Zur Regierung der Türkei  muss man nicht mehr viel sagen. 
Bildergebnis für bilder könig und barzaniEin ungünstiger Wahlausgang führt sie dazu, den Krieg gegen die Kurden in der Türkei wieder aufflammen zu lassen. Öl, das IS in Syrien stiehlt, wird gerne genommen und weiter verkauft. Kritische Journalisten werden verhaftet. Soldaten, die den Waffenschmuggel nicht hinnehmen wollen, ebenso. Und schließlich spielt die türkische Regierung  mit dem Feuer und schießt ein russisches Flugzeug ab.
Und Saudi-Arabien – selbst der BND warnt vor der destabilisierenden Rolle Saudi-Arabiens. König Salman und sein Sohn Mohammed wollten sich als "Anführer der arabischen Welt profilieren", schreiben die BND-Analysten laut Spiegel. Sie versuchten, die außenpolitische Agenda Saudi-Arabiens "mit einer starken militärischen Komponente sowie neuen regionalen Allianzen zu erweitern". Mit seinem Militäreinsatz im Jemen wolle Saudi-Arabien beweisen, dass es bereit sei, beispiellose "militärische, finanzielle und politische Risiken einzugehen, um regionalpolitisch nicht ins Hintertreffen zu geraten…"
Bildergebnis für bilder steinmeier barzani„Und im Terrorismus ist es so wie im richtigen Leben: kein erfolgreiches Franchise ohne Vorbild. Alles, was der IS seinen Jüngern bietet - Kopf abschlagen, Steinigung, Auspeitschung - hat er sich um die Ecke in Saudi-Arabien abgeschaut. Was den Terror gegen Frauen, Homosexuelle oder Andersdenkende angeht, sind die Saudis die Großmeister der Arabischen Halbinsel. In diesem Jahr haben sie schon mehr Menschen geköpft als der IS.“ Und auch dies ist eine späte Erkenntnis – im Spiegel

Der verheimlichte Krieg
Wir schrieben schon vor Monaten über den  offenen Krieg Saudi-Arabiens gegen den Jemen. Und während es noch im April hieß: „Riad hat das Ende seiner Flugangriffe in Jemen angekündigt. Der Sprecher der von Riad angeführten Allianz zum Kampf gegen die Huthi erklärte, die Kampagne habe ihr Ziel erreicht.“ – geht der Krieg in Wirklichkeit  unvermindert weiter.
Bis Mitte Oktober gab es im Jemen ca. 6000 Kriegstote und 2,3 Millionen Binnenflüchtlinge. Im Dezember berichtet die UN von 15 Millionen Menschen im Jemen, die keinen Zugang zu Gesundheitsdiensten haben. Und jetzt warnt die UN vor einer Krise der Nahrungsmittelversorgung für die Hälfte des Jemen.


Quelle: Balqis Info