Nach einem Telefonat zwischen den Außenministern Irans und Englands, Mohammad Jawad Zarif und William Hague, hat das britische Außenministerium angekündigt, dass beide Seiten wegen der Irak-Krise weiterhin in Kontakt bleiben werden.
Der Zeitung "Daily Mail" zufolge hat Hague am heutigen Montag mit seinem iranischen Amtskollegen telefonisch die Krisen im Nahen Osten, insbesondere im Irak, erörtert. Inhalte des Gesprächs habe das britische Außenministerium nicht bekanntgegeben.
Mit dem Auftreten der Isis-Terroristen als einer nicht staatlichen, aber territorial verankerten Macht, die Gebiete in Syrien und im Irak beherrscht, hat das Kriegsgeschehen im Nahen Osten endgültig alle Grenzen übersprungen und bei dieser Machtlosigkeit des Irakischen Volkes lässt die oppositionellen Blöcke England, USA und Iran zu einer Zusammenarbeit zusammenbringen. Die noch vor Kurzen Iran für Dialoge nicht als Partner sahen. Die Staatsgrenzen von Syrien und Irak, die in der Kolonialzeit gezogen sind keine Dämme mehr gegen die Ausbreitung von Konflikten; das Kampfgeschehen – von Syrien über den Libanon bis in den Irak – beginnt, die ganze Region in Brand zu setzen.
In einem übertragenen Sinn bringt der Isis-Vormarsch auf Bagdad auch alte politische Fronten ins Wanken. Man kann etwa fragen, welche Folgen der plötzlich manifeste Gleichklang von Interessen zwischen Washington und Teheran zeitigen wird. So etwas hat es schon einmal gegeben, in Afghanistan, wo Amerikaner und Iraner gleichermaßen an der Bekämpfung (oder im Fall Teherans) wenigstens an der Eindämmung der radikal-sunnitischen Taliban interessiert waren.
Eine Waffenbruderschaft ist daraus nicht geworden. Aber inoffizielle „Gesprächskanäle“ sind seither offen gehalten worden, auch in den Zeiten härtester Auseinandersetzungen über das iranische Nuklearprogramm. Darüber wird in Genf verhandelt, und nach ersten, eher symbolischen Erfolgen, sind die Gespräche ins Stocken geraten. Es wäre kein Wunder, wenn nun wieder Bewegung in die Sache käme. Wenn Israel besonders laut auf die iranische Gefahr hinweist, steht dahinter immer die Angst vor einer Annäherung zwischen dem Hauptfeind und seinem Hauptverbündeten.
Quelle: Abna/Faz
Nach einem Telefonat zwischen den Außenministern Irans und Englands, Mohammad Jawad Zarif und William Hague, hat das britische Außenministerium angekündigt, dass beide Seiten wegen der Irak-Krise weiterhin in Kontakt bleiben werden.
Der Zeitung "Daily Mail" zufolge hat Hague am heutigen Montag mit seinem iranischen Amtskollegen telefonisch die Krisen im Nahen Osten, insbesondere im Irak, erörtert. Inhalte des Gesprächs habe das britische Außenministerium nicht bekanntgegeben.
Mit dem Auftreten der Isis-Terroristen als einer nicht staatlichen, aber territorial verankerten Macht, die Gebiete in Syrien und im Irak beherrscht, hat das Kriegsgeschehen im Nahen Osten endgültig alle Grenzen übersprungen und bei dieser Machtlosigkeit des Irakischen Volkes lässt die oppositionellen Blöcke England, USA und Iran zu einer Zusammenarbeit zusammenbringen. Die noch vor Kurzen Iran für Dialoge nicht als Partner sahen. Die Staatsgrenzen von Syrien und Irak, die in der Kolonialzeit gezogen sind keine Dämme mehr gegen die Ausbreitung von Konflikten; das Kampfgeschehen – von Syrien über den Libanon bis in den Irak – beginnt, die ganze Region in Brand zu setzen.
In einem übertragenen Sinn bringt der Isis-Vormarsch auf Bagdad auch alte politische Fronten ins Wanken. Man kann etwa fragen, welche Folgen der plötzlich manifeste Gleichklang von Interessen zwischen Washington und Teheran zeitigen wird. So etwas hat es schon einmal gegeben, in Afghanistan, wo Amerikaner und Iraner gleichermaßen an der Bekämpfung (oder im Fall Teherans) wenigstens an der Eindämmung der radikal-sunnitischen Taliban interessiert waren.
Eine Waffenbruderschaft ist daraus nicht geworden. Aber inoffizielle „Gesprächskanäle“ sind seither offen gehalten worden, auch in den Zeiten härtester Auseinandersetzungen über das iranische Nuklearprogramm. Darüber wird in Genf verhandelt, und nach ersten, eher symbolischen Erfolgen, sind die Gespräche ins Stocken geraten. Es wäre kein Wunder, wenn nun wieder Bewegung in die Sache käme. Wenn Israel besonders laut auf die iranische Gefahr hinweist, steht dahinter immer die Angst vor einer Annäherung zwischen dem Hauptfeind und seinem Hauptverbündeten.
Quelle: Abna/Faz